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Sportverein für die Pfingstweide wird gegründet

von Wolfgang Höfle

1972:  die Pfingstweide ist mächtig gewachsen; viele - überwiegend junge Familien - mit Kindern leben mittlerweile hier. Um Schul- und Kindergartenplätze kümmern sich Kirchen und Stadtverwaltung. Die ersten sportbegeisterten Kinder und Jugendlichen finden noch Anschluss bei den benachbarten Vereinen Edigheims. Doch bald ist deren Kapazität überschritten um neben dem Nachwuchs aus dem eigenen Stadtteil auch noch den aus der Pfingstweide aufzunehmen. Das Problem, durchaus auch mit sozialen Aspekten,  wird von einem kleinen Kreis um die Pfarrer Edrich und Hahn, sowie das Fußball-Urgestein Georg "Schorsch" Bergmann und meine Person (ich war damals im Vorstand des jungen SPD-Ortsvereins Pfingstweide) aufgegriffen. Wir finden schnell einige Sportbegeisterte, die sich von der Idee, einen eigenen Sportverein in der Pfingstweide zu gründen, anstecken lassen.

Mittells Flugblattaktionen suchten wir unter den Bürgern unseres Stadtteiles nach lizenzierten Übungs leitern, ohne die sich schließlich kein qualifizierter Sportbetrieb aufbauen lässt - und wir wurden fündig. Für alle von der eigens gebildeten "Arbeits- gemeinschaft zur Gründung eines allgemeinen Sportvereins" (es machte sich schon immer gut, wenn man mit einem wohlklingenden Titel seine Argumente vorbringen kann) vorge- sehenen Abteilungen des geplanten Sportvereins fanden wir nicht nur qualifizierte, sondern auch lizenzierte Übungsleiter und zudem eine stattliche Anzahl von Betreuern für die künftigen Jugendmannschaften. Ja sogar ein komplettes Karate-Dojo wollte (und tat es dann auch) sich dem Verein anschließen.

Die Spezialisten unter der Gruppe arbeiteten in Zusammenarbeit mit Amtsgericht, Finanzamt, DFB und Sportbund eine Satzung aus, die später ohne Änderungen durch die 110 (!) Gründungsmitglieder verabschiedet wurde.

 

 

Ich wurde damals 26-jährig, zum Ersten Vorsitzenden gewählt, mein Stellvertreter wurde Rudolf Isselhard, ein wahrer Fußballnarr, der sich für "seine Fußballer" hätte in Stücke reißen lassen. Weitere Vorstandsmitglieder wurden Peter Schneider (Kassierer), Hans-Dieter Gütermann (Schriftführer), Eugen Ritter (Sportwart) und Karl-Theodor Müller, der uns mit seinen graphischen Künsten immer wieder zutiefst beeindruckte,  Jugendleiter.

Da sich auf dem Schulsportplatz und in der Schulturnhalle mangels bisherigen Eigenbedarfs durch einen ortsansässigen Verein, die Traditionsvereine aus Oppau und Edigheim etabliert hatte, bedurfte es intensiver Verhandlungen mit dem Sport- und Bäderamt, bis wir unseren Anspruch als "zuerst mit Übungszeiten zu bedenkender Verein" durchsetzen konnten. Glücklicher Weise litt die Stadt damals noch nicht an chronischem Geldmangel und baute den heute noch benutzen Sportplatz, der dann schon im Frühjahr 1973 benutzt werden konnte.

Es steil bergauf mit dem dem SVP. Mehr als 500 Mitglieder zählte der Verein bereits nach sechs Monaten - und nahezu alle waren aktiv; entweder beim Kicken in der Fußball- abteilung, beim Tisch- tennis spielen, beim Turnen für Jedermann bzw. beim Mutter-und-Kind-Turnen oder im einzigen vor- derpfälzischen Karate-Dojo, das kurzzeitig den SVP sogar in der Karate-Bundesliga repräsentierte ! 

Leider war ich zu dieser Zeit wohl noch zu jung und zu unerfahren und es gelang mir nicht so recht, die Belastungen meines Berufes mit den vielfältigen Anforderungen dieses mittlerweile doch wirklich beachtlichen Vereins und zudem noch die Erwartungen meiner jungen Familie in Einklang zu bringen, so dass ich mich im Mai 1973  aus der Vereins- führung zurückzog. Den Werdegang des SVP habe ich in all den Jahren allerdings stets mit Interesse verfolgt.

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