25 Jahre Ökumenischer Tanzkreis Edigheim – ein Vierteljahrhundert


Die Glocken der Kirchengemeinde Maria Königin läuteten und luden ein zu unserem Jubiläums-Gottesdienst. Gemeinde-referentin Christine Werkmann-Mungai hatte das Thema „Talente“ in den Mittelpunkt gestellt und mit Texten und Psalmen treffend vorbereitet. Pfarrer Dr. Manfred Ferdinand griff in seiner Predigt das Thema auf und ermutigte uns, ein Talent als Gabe zu nutzen.


Ja, eine Gabe hat jeder in vielerlei Hinsicht und manchmal für den ein oder anderen auch überraschend. Sich ausprobieren, etwas wagen. Hätte Renate Pfaff ihr Talent zum Tanzen und ihre Gabe Gemeinschaft zu knüpfen nicht genutzt, so wäre unser Tanzkreis nicht entstanden. Seit dem 08. Juni 1997 war sie 17 Jahre lang Herz und Motor der Gruppe.


Mit unseren selbst formulierten Fürbitten wollten wir vor allem Danke sagen:


für die gemeinsamen Erlebnisse, die geschlossenen Freundschaften und die Freude am Tanzen. Aber auch für die gewonnene Zufriedenheit anderen Menschen Freude bereitet zu haben, zum Beispiel mit unseren Auftritten in den beiden Gemeinden bei Festen oder Weihnachtsfeiern und emotionalen Nachmittagen in Seniorenheimen.


Auch unsere verstorbenen Mitglieder und Freunde schlossen wir in herzlichem Gedenken in unsere Fürbitten ein.


Ein neuer Kreistanz, „Kumbaya my Lord“ und das getanzte Vater Unser rundeten den festlichen Gottesdienst ab. Mit dem Danke Lied – für uns eigens getextet von Angela und ihrer Schwester – klang die Feier aus.


Anschließend versammelten sich fast die vollzählige Mitgliederschar im Saal der Unterkirche. Ganz besonders freuten wir uns über Gäste und Freunde, die unsere Einladung angenommen hatten. Sofort wurden Erinnerungen ausgetauscht denn die Wiedersehensfreude war groß.


Nach Sektempfang und Begrüßung wurde erst einmal getanzt. Und sind wir bei der Generalprobe noch händesuchend durch die „Kette“ geirrt, klappte es, zur Freude aller, nun wie am Schnürchen.


In einem Zwiegespräch ließen wir die 25 Jahre verkürzt Revue passieren:


Reisen, Ausflüge, Feste und lustige Anekdoten. Einige Tänzerinnen erzählten ihre ganz eigenen Erlebnisse und es gab viele Lacher und Applaus. Immer wieder hörte man … „ weißt du noch…“ Sigrid, die leider nicht mehr aktiv dabei sein kann, überraschte uns mit einem Gedicht über ihre langjährige Zugehörigkeit in der Gruppe und einem Lob auf den Tanz. Vielen Dank dafür.


Von 22 Gründungsmitgliedern sind heute noch 13 Tänzerinnen aktiv dabei und wurden mit Blumen geehrt. Man darf ja Damen nicht nach ihrem Alter fragen. Doch möchte ich verraten, sie waren damals im zarten Seniorenalter zwischen 50 bzw. 60 Jahren.


Auch Talente, die sich mit der Zeit entwickelten und in vielfältiger Weise immer noch zum Wohl der Gruppe beitragen, wurden gewürdigt und mit dankbarem Beifall bedacht.


Danach genossen wir das reichhaltige Buffet. Alle waren froh, dass diese Tradition wieder möglich war. Die Tänzerinnen hatten dazu leckere Köstlichkeiten mitgebracht.


Nach ausgiebigen Gesprächen miteinander folgte eine beschwingte Tanzrunde.


Selbstverständlich mit Lieblingstänzen der Gruppe, ganz unterschiedlicher Art, aus unserem vielseitigen Repertoire: ein Square, ein Kontratanz, Kolos und Blocktänze – alles fast ohne Ansage.


Fazit: Es war ein gelungenes, fröhliches Fest. Herzlichen Dank allen, die zu diesem außergewöhnlichen und aufregenden Tag beigetragen haben.



Vielleicht sollten wir nicht wieder fünf Jahre warten, sondern unseren Gründungstag – uns und unser Hobby - jedes Jahr feiern.


Seit 2014 darf nun ich als Tanzleiterin in unserer Gruppe mit 40 Tänzerinnen meine Begeisterung am Tanzen weitergeben.


Aussagen von Teilnehmern, wie zum Beispiel:


„Hier kann ich meine Sorgen hinter mir lassen.“

„So freundlich wurde ich hier aufgenommen“, oder

„Warum bin ich nicht schon früher zu euch gekommen“,


machen mich zufrieden und sind mir Ansporn zugleich.


Aus den beiden letzten Jahren und den unsicheren Zeiten haben wir gelernt wie sehr uns das Tanzen, die Gemeinschaft und die herzlichen Umarmungen gefehlt haben.


Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut – ein Zitat von Eduard Mörike. Wir freuen uns auf jeden Mittwoch und gehen mit Energie und guter Laune nach Hause.


So sehen wir optimistisch in die Zukunft mit vielen Ideen und Plänen. Noch immer sind wir neugierig auf neue Tänze, ob Walzer, Country-Music, Folklore oder Meditatives.


Tanzen im Kreis, um eine Mitte der alle gleich nah sind, ist auch ein Symbol der Einheit.


Ja, zum Tanzen – heißt bei uns auch:

Ja, zur Freude an Bewegung und Musik,

Ja, zur Gemeinschaft und Motivation.


Oft werden die therapeutischen Vorteile des Tanzens genannt: Koordination, Konzentration, Reaktion, Beweglichkeit usw. Für uns ist die Verbundenheit in der Gruppe und das Tanzen unsere Auszeit und pure Lebensfreude.


Danklied

Danke, für diese Feierstunde,

danke, für diese schöne Zeit.

Danke, wenn wir bei frohem Tanze

sind mit Gott vereint.

Danke, du, Herr, hast mich erschaffen,

danke, du hast mich wohlgestalt‘.

Danke, vor dir, Herr, will ich tanzen,

ob ich jung, ob alt.

Danke, du gabst mir Hände, Füße,

danke, die ich bewegen kann.

Danke, dass ich mit Leib und Seele

vor dir tanzen kann.

Danke, dass ich den Rhythmus spüre,

danke, wenn die Musik erklingt.

Danke, wenn zu dem frohen Tanze

selbst mein Herze springt.

Danke, vor dir, Herr, will ich tanzen,

danke, Herr, dir sei Lob und Preis.

Danke, ich tanze mit den Engeln

einst im Paradeis.


[zurück]


lebendig, vielfältig, gut informiert - Pfingstweide.de